Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
So steht es nicht nur in 1. Korinther 3, 11 sondern auch auf dem Grundstein vom 13. August 1858, der sich direkt unter der Kanzel befindet. In Wirklichkeit ist diese Kirche aber erheblich älter. Sie ist nicht nur Knielinger Wahrzeichen und ältestes Gebäude am Ort, sondern auch das älteste, noch existierende Gebäude auf Karlsruher Gemarkung.
ANNO DINI (domini) 1480 NC DURCH HEINRICH RIESEN VO SULZBACH GELEGT WORDE IS DISE BUW (Bau) DER ERST STEI UFF DEN DOERSTAG (Donnerstag) NACH DE SONTAG JUDICA
steht auf einer Inschrift, die auf drei Quadersteinen im Turm eingemeißelt ist. Nach dem julianischen Kalender (in Baden-Durlach bis 18.02.1700) ist das der 23.03.1480. Nach unserer heutigen, gregorianischen Zeitrechnung ist das der 01. April 1480. Gebaut wurde die Knielinger Kirche als Wehrkirche oder, was wahrscheinlicher ist, als Kirchenburg, die von starken Mauern und Türmen umgeben war. Sinn und Zweck war es, die Bevölkerung des Dorfes kurzfristig zu schützen (oft nur einige Stunden), bis Verstärkung aus einer nahe gelegenen Garnison kam. Die Dörfer hatten meist nicht genug Geld um Verteidigungsanlagen - wie in vielen Städten üblich - rund um das ganze Dorf zu errichten. Zum 01. Juni 1556 führte Markgraf Karl II. durch den Erlass einer neuen Kirchenordnung in der Markgrafschaft Baden die Reformation im Sinne Martin Luthers ein. Karl II. selbst wurde der erste badische Landesbischof und die Kirche zu Knielingen wurde evangelisch.
Wie es der evangelischen Kirche in Knielingen während des dreißigjährigen Krieges erging, wissen wir leider nicht. 1689 wurde sie im pfälzischen Erbfolgekrieg durch die Franzosen unter General Ezéchiel du Mas, comte de Mélac fast vollständig zerstört. Nur die ältesten Teile, der Turm und der Chorraum blieben erhalten.
1699 wurde mit dem Wiederaufbau der ev. Kirche nach Plänen von Thomas Lefèbvre begonnen, der Hofbaumeister unter Markgraf Friedrich VII. Magnus von Baden war und in Venedig studiert hatte. 1703 wurde die wieder aufgebaute Kirche eingeweiht.
1858 erhielt die evangelische Kirche Knielingen ihr heutiges Gesicht. Sie war schlicht und einfach zu klein geworden und der Bevölkerungsentwicklung nicht mehr gewachsen. So wurde zwischen dem Chor und dem Westturm ein neues, breiteres Langhaus errichtet. Um den erhaltenen Turm zum Mittelpunkt der "neuen" Kirche zu machen, wurde das Langhaus nicht, wie früher beim Kirchenbau üblich, von West nach Ost gebaut, sondern mit einem Versatz von ca. 16° gebaut.
steht auf einer Inschrift, die auf drei Quadersteinen im Turm eingemeißelt ist. Nach dem julianischen Kalender (in Baden-Durlach bis 18.02.1700) ist das der 23.03.1480. Nach unserer heutigen, gregorianischen Zeitrechnung ist das der 01. April 1480. Gebaut wurde die Knielinger Kirche als Wehrkirche oder, was wahrscheinlicher ist, als Kirchenburg, die von starken Mauern und Türmen umgeben war. Sinn und Zweck war es, die Bevölkerung des Dorfes kurzfristig zu schützen (oft nur einige Stunden), bis Verstärkung aus einer nahe gelegenen Garnison kam. Die Dörfer hatten meist nicht genug Geld um Verteidigungsanlagen - wie in vielen Städten üblich - rund um das ganze Dorf zu errichten. Zum 01. Juni 1556 führte Markgraf Karl II. durch den Erlass einer neuen Kirchenordnung in der Markgrafschaft Baden die Reformation im Sinne Martin Luthers ein. Karl II. selbst wurde der erste badische Landesbischof und die Kirche zu Knielingen wurde evangelisch.
Wie es der evangelischen Kirche in Knielingen während des dreißigjährigen Krieges erging, wissen wir leider nicht. 1689 wurde sie im pfälzischen Erbfolgekrieg durch die Franzosen unter General Ezéchiel du Mas, comte de Mélac fast vollständig zerstört. Nur die ältesten Teile, der Turm und der Chorraum blieben erhalten.
1699 wurde mit dem Wiederaufbau der ev. Kirche nach Plänen von Thomas Lefèbvre begonnen, der Hofbaumeister unter Markgraf Friedrich VII. Magnus von Baden war und in Venedig studiert hatte. 1703 wurde die wieder aufgebaute Kirche eingeweiht.
1858 erhielt die evangelische Kirche Knielingen ihr heutiges Gesicht. Sie war schlicht und einfach zu klein geworden und der Bevölkerungsentwicklung nicht mehr gewachsen. So wurde zwischen dem Chor und dem Westturm ein neues, breiteres Langhaus errichtet. Um den erhaltenen Turm zum Mittelpunkt der "neuen" Kirche zu machen, wurde das Langhaus nicht, wie früher beim Kirchenbau üblich, von West nach Ost gebaut, sondern mit einem Versatz von ca. 16° gebaut.
Am 03. Juni 1860 wurde die evangelische Kirche zu Trinitatis dann feierlich eingeweiht. Auch die große Treppe, die vom Tiefgestade an der Alb zur Kirche hochführt, stammt aus der Zeit um 1858.
Betritt man das Innere der Kirche, werden die Augen zuerst auf Altar und Kruzifix gelenkt, bevor sie den neugotischen Chorraum aus dem Jahr 1473 und damit den ältesten noch existenten Teil der Kirche erfassen.
Altar und Kanzel werden je nach Festtag oder nach Kirchenjahreszeit durch ein farblich wechselndes Altartuch (Parament) und dazu passenden Kanzelbehang (Antependium) geschmückt, die anlässlich der Knielinger 1200 Jahr Feier von Frau Johanna Schulz in den Farben weiß (Farbe des Lichts), rot (Farbe der Kirche), violett (Farbe der Vorbereitung, Umkehr und Buße) und grün (Farbe der aufgehenden Saat) gestaltet wurden.
Vor dem Chorraum befindet sich ein Taufstein, der aus verschiedenen Sandsteinen hergestellt worden zu sein scheint.
Auf der einen Seite ist die Jahreszahl 1860, dem Jahr der neuerlichen Einweihung, eingemeißelt.
Auf der anderen Seite finden wir die Zahl 1701, dem Jahr, als die Kirche nach der Zerstörung 1689 wieder neu aufgebaut wurde. Man schien einen symbolischen Bogen zwischen der alten Kirche von 1701 und der neuen von 1860 spannen zu wollen.
1956 wurde die Kirche innen und 1978 komplett von außen saniert. Bei der Innensanierung wurden alte Fresken freigelegt, die aus dem Jahr um 1703 stammen und bis dahin verborgen gewesen waren.
Die alten Knielinger Kirchenbücher bezeugen, dass mehr Menschen innerhalb der Kirche begraben wurden, als man vermuten möchte. Sätze wie „In der Kirche begraben, drei Schritte von der Tür“ oder „in der Kirche begraben, links vom Altar“, zeugen davon. Heute finden wir inner- und außerhalb der Kirche noch neun mehr oder weniger gut erhaltene Grabsteine, z.B. finden wir an der Nordseite des Chors den Grabstein zweier Kinder von Zanth.
"Im Jar Christi 1588 den 9. Decem. ist des Edlen und vesten Walters von Zanth junges Töchterlin Königundis Jacobe 2 Stundt nach ihrer geburt in Gott seliglich entschlaffe. Und In Anno 1589 den (Datum fehlt) hatt auch Gott sein Jungen Sohn deße nam im bouch der Auserwehlten Ehresino eingeschriben In der geburt abgefordert wölche der Allmechtige durch sein Krafft in Jesu Christo zum Ewigen leben erwecken wölle. Amen."
"Im Jar Christi 1588 den 9. Decem. ist des Edlen und vesten Walters von Zanth junges Töchterlin Königundis Jacobe 2 Stundt nach ihrer geburt in Gott seliglich entschlaffe. Und In Anno 1589 den (Datum fehlt) hatt auch Gott sein Jungen Sohn deße nam im bouch der Auserwehlten Ehresino eingeschriben In der geburt abgefordert wölche der Allmechtige durch sein Krafft in Jesu Christo zum Ewigen leben erwecken wölle. Amen."
Ebenfalls an der Nordseite befindet sich der imposante Epitaph des Schultheißen Bernhard Metz, der weit über Knielingen hinaus bekannt und geschätzt war.
ANNO 1581 DE 28. FEBRUAR VSTARB DER ERNHAFT UND FIRNEM BERNHART METZ IM ALTER 64 JAR IN DEM ER DER HOCHLOBLICHEN MARKGRAFSCHAFT BADEN DIE 38 JAR TREWLICH GEDIENET. UND DISSE JAR DEN FLECKEN KNIELINGEN MIT TRAGUNG DES SCHULTHAISSEAMBT WOL REGIERT. DEM GOT GENAD.
An der Südseite des Chores befindet sich der Grabstein von Anna Regina Kummer, geb. Kolb. Daneben die Übersetzung von Horst Sommer.
Anna Ragina Kummer war Wittwe des Professor und Kirchenrats Matthäus Kummer und Schwiegermutter des Knielinger Pfarrer Samuel Preu, der das Amt in Knielingen 1719 - 1722 innehatte und dessen Epitaph in der Kirche in Nieferns steht.
Diese Menschen müssen eine besondere Beziehung zur Knielinger ev. Kirchengemeinde gehabt haben und deren Grabsteine sind wertvolles Kulturgut. Es lassen sich aber noch andere Kulturschätze finden. Von einer verstorbenen Knielinger Bürgerin, Frau Annemarie Reibel-Fricke erhielt die ev. Kirchengemeinde vier wertvolle Tafelbilder aus ihrem Nachlass geschenkt um den Innenraum, wie in ihrem Testament erwähnt, zu verschönern. Die Tafelbilder zeigen 16 Heiige, die ursprünglich Außen- und Innenseite eines Flügelaltars waren und zwischen 1480 und 1500 entstanden sein sollen.
Kirchen- und Konzertmusik haben in Knielingen eine lange Tradition. Die heutige Heintz-Orgel aús dem Jahr 1983/1984 lockt nicht nur Musikfreunde aus Knielingen sondern auch aus dem nahen und weiterem Umland an.
Weithin zu hören ist das Knielinger Geläut, das nach langer, alter Tradition den Tag ein- und ausläutet. Bereits im 16. Jahrhundert sind in Knielingen Kirchenglocken überliefert. "Zur Zeit als der Schuldheiß Mez zu Knielingen Landhauptmann auf der Hard war (†1581), verlangte der Markgraf die größte Glocke von der Gemeinde. Der Schuldheiß zeigte, daß "er sie nicht ermangeln könne, so er Schulz sein solle". Zu gleicher Zeit ließ er die Glocke anziehen; als nun alle Bewohner bewaffnet herbei liefen, war der Fürst darüber so erfreut, daß er dem Ort nicht nur die Glocke lies, sondern auch 1 Fuder Wein schenkte" - können wir auf Seite 142 in Julius Leichtlens „Baden's Kriegs-Verfassung“ lesen. Im 1. und 2. Weltkrieg wurden die bestehenden Knielinger Bronzeglocken beschlagnahmt und eingeschmolzen. 1951 wurde das heutige Stahlgeläut beschafft und in einem Festgottesdienst am 30. 12. 1951 feierlich eingeweiht. Die Betglocke wurde zum Gedenken an Pfarrer Wentz (1904-1914) und seiner Frau Johanna von deren Kindern Ludwig und Mine gestiftet.
Konrad Heß (vor 1577) er suchte 1579 als "gewester Pfarrer zu Knielingen" in Wertheim/Württemberg um einen Predigtdienst nach.
Georgus Chemmalius(um 1577) unterzeichnete am 05.09.1577 für Knielingen die Konkordienformel.
Sygfrid Marquard (um 1579)
Zacharias Scherer (1580 - 1581) aus Ulm
Johann Michael Dieterlin, (1581 - 1625) *1553 zu Tübingen, (In der Kirche ist in der Sakristei ein Stein, worauf steht: „Hier liegt begraben M. Michael Dieterlin von Tübingen, 72 Jahr alt, 44 Jahr der Gemein Gottes zu Knielingen evangel. Prediger und Seelsorger, den 2. April 1625 selig im Herrn entschlafen.“)
(Michael) Johann Georg Frey (1625) *30.11.1599 in Linkenheim
Johann Spleis „starb dahier und wurde auf hiesigem Gottesacker begraben. Geboren in Ulm um 1600“.
Christian Schaeffer (1647-1677), „ein Sachse, starb dahier nachdem er 30 Jahr das Pfarramt verwaltet und Achtung und Nachrufe sich verschafft hatte“.
Martin Halbbusch (1677-1693), * 21.11.1651 in Durlach, „war 16 Jahre lang hier Pfarrer“.
Samson Kercher (1693-1695), †1695 in Knielingen
Georg Christian Boelzner (1695-1706), von Durlach gebürtig
Johann Jacob Wechsler (1706-1719), „von Weißenburg in Franken, geboren daselbst den 20ten Sept. 1681. Dieser nach allen Anzeigen verläßliche Mann war geraume Zeit bis zum Jahr 1719 hier Pfarrer.“
Johann Samuel Preu (1719-1722), von Weißenburg in Franken (Der Grabstein der Mutter, Anna Regina Kummer, befindet sich im Chorraum der evangelischen Kirche).
Johann Christoph Cron (1722-1727), ein Sachse
Johann Friedrich Roller (1727-1736), von Durlach gebürtig *1694
Johann Zacharias Deubler (1736-1745), von Weißenburg in Franken
Johann Wilhelm Föckler (1745-1786), von Durlach gebürtig
Johann Adam Schumacher (1781-1786) * 1755 in Wössingen
Johann Heinrich Eberhard Kaps (1786-1792)
Wilhelm Ludwig Maler (1800-1802) von Binzen * 17.02.1770
Christoph Friedrich Trauz (1802-1808) *1771 in Pforzheim
Carl Friedrich Wilhelm (1808-1817) von Bingen gebürtig, beging die hiesige Pfarrei im Jahr 1808 und verwaltete das Pfarramt bis zum 26. Jan. 1817.
Ludwig Roth (1817-1819), gleichzeitig Pfarrer in Mühlburg, von Kandern gebürtig
Christian Friedrich Schmidt (1820 -1828) (Wollte der beabsichtigten Vereinigung der evangelischen Kirchengemeinden (lutherisch und reformiert) nicht beitreten und wurde deshalb entlassen).
Stemmermann (bis Okt 1828) Pfarrverweser
Johann Christoph Jakob Sachs (1828 - 1834) † 1854 (Sein Grab ist das älteste auf dem Knielinger Friedhof und liegt neben dem Friedhofseingang).
Carl Heinrich Lamprecht (1835 - 1846)
Johann Peter Bock (1847 -1852) * 1810 in Heddesheim (baute 1849 in der Goldwäschergasse den ersten Kindergarten)
Theodor Greiner (1853 -1860), (konnte 1860 die erweiterte Kirche neu weihen).
Ludwig Wendling (1860-1875)
Dr. Johannes Reinmuth (1875 - 1904) *14.08.1845 in Ladenburg † 21.07.1907 in Ettlingen. (Begraben im Kirchgarten zu Knielingen. 1893-1903 Vorsitzender der evangelischen Konferenz, danach 3 Jahre Oberkirchenrat).
Friedrich Wilhelm Askani (Jan 1904 bis März 1904) * 1878 in Schönau † 05.05.1966 in Kork
Theodor Wentz (1904 - 1914)
Werner Funk (Jul 1914 - Dez 1914) (gefallen im Krieg)
Edwin Barner (1914 - 1925)
Willibald Reichwein (1921 -1925 Vikar) (Er wurde später Pfarrer in Mühlburg und verfasste das Buch "Knielingen - ein Beitrag zur Heimatgeschichte").
Friedrich Wilhelm Kobe (1925 -1949) *10.10.1877 in Niclashausen als Sohn des Pfarrers Rudolf Kobe. † 11.02.1959 in Karlsruhe. (begraben im Kirchhof Knielingen. Seit 1933 Dekan für den Kirchenbezirk Karlsruhe Land. Von ihm stammt neben diversen. Publikationen: Die letzte Glocke von Knielingen - Das Kriegserlebnis der Kirchengemeinde Karlsruhe-Knielingen im letzten Kirchenjahr des großen Krieges vom Advent 1944 bis zum Buß- und Bettag 1945)
Walter Graf (1960 - 1971) (er ließ 1964 das Gemeindehaus in der Kirchbühlstr. bauen. Er leitete den Bau einer "Ostpfarrei" ein, nachdem die Gemeinde stark angewachsen war).
Hans Ulrich Schulz (1971 - 1987 ) (später Dekan des Dekanats Alb-Pfinz in Kleinsteinbach)
Horst Herbert (1988 - 1997)
Johannes Lundbeck (1997 - 2010)
Dr. Evi Michels (2011-2017)
Nicole Schally (2015-2017, vertretungshalber mit 50% Deputat)
Georgus Chemmalius(um 1577) unterzeichnete am 05.09.1577 für Knielingen die Konkordienformel.
Sygfrid Marquard (um 1579)
Zacharias Scherer (1580 - 1581) aus Ulm
Johann Michael Dieterlin, (1581 - 1625) *1553 zu Tübingen, (In der Kirche ist in der Sakristei ein Stein, worauf steht: „Hier liegt begraben M. Michael Dieterlin von Tübingen, 72 Jahr alt, 44 Jahr der Gemein Gottes zu Knielingen evangel. Prediger und Seelsorger, den 2. April 1625 selig im Herrn entschlafen.“)
(Michael) Johann Georg Frey (1625) *30.11.1599 in Linkenheim
Johann Spleis „starb dahier und wurde auf hiesigem Gottesacker begraben. Geboren in Ulm um 1600“.
Christian Schaeffer (1647-1677), „ein Sachse, starb dahier nachdem er 30 Jahr das Pfarramt verwaltet und Achtung und Nachrufe sich verschafft hatte“.
Martin Halbbusch (1677-1693), * 21.11.1651 in Durlach, „war 16 Jahre lang hier Pfarrer“.
Samson Kercher (1693-1695), †1695 in Knielingen
Georg Christian Boelzner (1695-1706), von Durlach gebürtig
Johann Jacob Wechsler (1706-1719), „von Weißenburg in Franken, geboren daselbst den 20ten Sept. 1681. Dieser nach allen Anzeigen verläßliche Mann war geraume Zeit bis zum Jahr 1719 hier Pfarrer.“
Johann Samuel Preu (1719-1722), von Weißenburg in Franken (Der Grabstein der Mutter, Anna Regina Kummer, befindet sich im Chorraum der evangelischen Kirche).
Johann Christoph Cron (1722-1727), ein Sachse
Johann Friedrich Roller (1727-1736), von Durlach gebürtig *1694
Johann Zacharias Deubler (1736-1745), von Weißenburg in Franken
Johann Wilhelm Föckler (1745-1786), von Durlach gebürtig
Johann Adam Schumacher (1781-1786) * 1755 in Wössingen
Johann Heinrich Eberhard Kaps (1786-1792)
Wilhelm Ludwig Maler (1800-1802) von Binzen * 17.02.1770
Christoph Friedrich Trauz (1802-1808) *1771 in Pforzheim
Carl Friedrich Wilhelm (1808-1817) von Bingen gebürtig, beging die hiesige Pfarrei im Jahr 1808 und verwaltete das Pfarramt bis zum 26. Jan. 1817.
Ludwig Roth (1817-1819), gleichzeitig Pfarrer in Mühlburg, von Kandern gebürtig
Christian Friedrich Schmidt (1820 -1828) (Wollte der beabsichtigten Vereinigung der evangelischen Kirchengemeinden (lutherisch und reformiert) nicht beitreten und wurde deshalb entlassen).
Stemmermann (bis Okt 1828) Pfarrverweser
Johann Christoph Jakob Sachs (1828 - 1834) † 1854 (Sein Grab ist das älteste auf dem Knielinger Friedhof und liegt neben dem Friedhofseingang).
Carl Heinrich Lamprecht (1835 - 1846)
Johann Peter Bock (1847 -1852) * 1810 in Heddesheim (baute 1849 in der Goldwäschergasse den ersten Kindergarten)
Theodor Greiner (1853 -1860), (konnte 1860 die erweiterte Kirche neu weihen).
Ludwig Wendling (1860-1875)
Dr. Johannes Reinmuth (1875 - 1904) *14.08.1845 in Ladenburg † 21.07.1907 in Ettlingen. (Begraben im Kirchgarten zu Knielingen. 1893-1903 Vorsitzender der evangelischen Konferenz, danach 3 Jahre Oberkirchenrat).
Friedrich Wilhelm Askani (Jan 1904 bis März 1904) * 1878 in Schönau † 05.05.1966 in Kork
Theodor Wentz (1904 - 1914)
Werner Funk (Jul 1914 - Dez 1914) (gefallen im Krieg)
Edwin Barner (1914 - 1925)
Willibald Reichwein (1921 -1925 Vikar) (Er wurde später Pfarrer in Mühlburg und verfasste das Buch "Knielingen - ein Beitrag zur Heimatgeschichte").
Friedrich Wilhelm Kobe (1925 -1949) *10.10.1877 in Niclashausen als Sohn des Pfarrers Rudolf Kobe. † 11.02.1959 in Karlsruhe. (begraben im Kirchhof Knielingen. Seit 1933 Dekan für den Kirchenbezirk Karlsruhe Land. Von ihm stammt neben diversen. Publikationen: Die letzte Glocke von Knielingen - Das Kriegserlebnis der Kirchengemeinde Karlsruhe-Knielingen im letzten Kirchenjahr des großen Krieges vom Advent 1944 bis zum Buß- und Bettag 1945)
Walter Graf (1960 - 1971) (er ließ 1964 das Gemeindehaus in der Kirchbühlstr. bauen. Er leitete den Bau einer "Ostpfarrei" ein, nachdem die Gemeinde stark angewachsen war).
Hans Ulrich Schulz (1971 - 1987 ) (später Dekan des Dekanats Alb-Pfinz in Kleinsteinbach)
Horst Herbert (1988 - 1997)
Johannes Lundbeck (1997 - 2010)
Dr. Evi Michels (2011-2017)
Nicole Schally (2015-2017, vertretungshalber mit 50% Deputat)
seit 2017 Siegfried Weber
In der Ostpfarrei arbeiteten als Pfarrer
Frank Mock (1971– 1974)
Manfred Zilly (1975—1983)
Ingrid und Hans Norbert Gerwin (Vikare 1984 - 1986)
Bertold Eichhorn (1987 - 1997)
In der Ostpfarrei arbeiteten als Pfarrer
Frank Mock (1971– 1974)
Manfred Zilly (1975—1983)
Ingrid und Hans Norbert Gerwin (Vikare 1984 - 1986)
Bertold Eichhorn (1987 - 1997)
1899 - 1819 Adalbert Wisswässer
1918 - 1922 Wilhelm Ermel
1922 - 1930 Theodor Drollinger
1930 - 1934 Mayer
1934 - 1959 Alfred Hauth
1959 - 1964 Wolfgang Dick
1964 - 1965 Brigitte Fetzer
1965 - 1966 Jörg Hofmeister
1967 Bärbel Hofmeister
1967 Gerhard Koch
1967 - 1971 Friedegern Müller
1971 - 1973 Lothar Friedrich
1973 - 1977 Martin Tron
1977 - 1978 Bärbel Stober
1978 - 1986 Claus G. Biegert
1986 - 1994 Wilhelm Fahrenholz
1995 - 2003 Constanze Schweizer-Elser
seit 2003 Annette Bischoff
1918 - 1922 Wilhelm Ermel
1922 - 1930 Theodor Drollinger
1930 - 1934 Mayer
1934 - 1959 Alfred Hauth
1959 - 1964 Wolfgang Dick
1964 - 1965 Brigitte Fetzer
1965 - 1966 Jörg Hofmeister
1967 Bärbel Hofmeister
1967 Gerhard Koch
1967 - 1971 Friedegern Müller
1971 - 1973 Lothar Friedrich
1973 - 1977 Martin Tron
1977 - 1978 Bärbel Stober
1978 - 1986 Claus G. Biegert
1986 - 1994 Wilhelm Fahrenholz
1995 - 2003 Constanze Schweizer-Elser
seit 2003 Annette Bischoff
Seit 1842 befindet sich der Knielinger Friedhof an der Eggensteiner Straße, das war damals außerhalb des Ortes. Von der vorherigen Anlage ist zwar bekannt, dass sie sich im Bereich der heutigen Dreikönigstraße befunden hatte, auf einem Grundstück in der Neufeldstraße soll es auch mal Knochenfunde gegeben haben. Doch die genaue Lage war unbekannt, und in den schriftlichen Unterlagen war bis jetzt nichts zu finden. Auch der damalige Pfarrer schreibt kein Wörtlein zur Auflassung des alten und dem damals „neuen“ Friedhof, den er ja geweiht hatte, was doch ein Ereignis im Jahresablauf gewesen war. Und sonst berichtet er sogar über Hanfpreise, das Wetter, Überschwemmungen, usw. Vielleicht lag sein Schweigen daran, dass er mit der Gemeindeverwaltung etwas über Kreuz lag, die die neue Schule in der Eggensteiner Str. 1 baute, was ihm zu weit weg von der Kirche war. Auch von Grabsteinen aus dieser Zeit ist nichts bekannt, die eventuell nach dem Auflassen des Friedhofs irgendwo vermauert worden sein könnten.
Es gab also nur grobe Hinweise zur genauen Lage.
Im Grundbuch Knielingen wurde die heutige Dreikönigstraße 1788 Gottesackergasse genannt, im „Einwohnerverzeichnis der Gemeinde Knielingen“ von 1925 dann Frühmeßgasse. Im gleichen Jahr wird im Büchlein von Willibald Reichwein „Knielingen, ein Beitrag zur Heimatgeschichte“ die Lage des Friedhofs etwas vage zwischen dem Gasthaus Rose und dem Löwen angegeben.
Im „Uebersichtsplan der Gemarkung Knielingen“ stellt sich die Sache jedoch klar dar. Der Plan ist zwar ohne Jahreszahl, muss aber bald nach der Anlage des jetzigen Friedhofs an der Eggensteiner Straße entstanden sein, der schon eingezeichnet ist, wenn auch noch kleiner als heute. Auf dem exakt gezeichneten Plan ist zwischen Neufeldstraße und heutiger Dreikönigstraße eine freie Fläche zu sehen, die bis zur Eggensteiner Straße reicht. Dieses Dreieck beginnt nach der heutigen Nr. 6 der Dreikönigstraße, ein klar umrissener, größerer Platz, etwa 100m lang. Auf der Seite der Neufeldstraße entspricht das etwa der Hausnummer 41. Das kann also nur der aufgegebene alte Friedhof sein, der zu dieser Zeit noch nicht bebaut war. Er war schon entwidmet, denn Kreuzsymbole sind nicht mehr eingezeichnet.
Auf einen Aufruf an die Anwohner um diesen Bereich meldete sich das Ehepaar Schwall aus der Dreikönigstr. 4, ihr 1959 umgebautes Haus hat als Hofmauer zum „Winkel“ zur Nr. 6 hin die alte Friedhofsmauer. Bei den Ausschachtungsarbeiten für den Keller kamen dann auch Knochen zum Vorschein.
Familie Schwall erinnert sich, dass die Friedhofsmauer, etwa 1,40m hoch, aus Sandstein war, an ihr war eine kleine schwarze Grabplatte befestigt. Später wurde die Mauer erhöht und verputzt. Nun wäre es natürlich schön gewesen, diese Grabplatte aufzuspüren. Herr Schwall wäre sogar bereit gewesen, die betreffende Stelle aufzuklopfen, damit die Inschrift lesbar wird. Herr Dr. Wenz vom Denkmalamt wusste, dass solche Grabplatten mit Eisennägeln befestigt worden waren. So machten wir uns gemeinsam mithilfe eines Detektors auf die Suche, leider ohne Ergebnis. Vermutlich hat die Firma, die die Mauer verputzt hatte, die Platte entfernt, um besser arbeiten zu können.
Auffallend ist, dass die Grundstücke auf dem ehemaligen Friedhof entlang der Dreikönigstraße alle zurückgesetzt worden sind, man wollte offenbar eine breitere Straße anlegen können. Die Bebauung ging allerdings nur sehr langsam vor sich.
Festzuhalten ist, dass dieser Friedhof von Anfang an in dieser Ausdehnung angelegt worden war. Der Name Friedhof kommt von einfrieden, und ein Rest dieser Mauer ist nun auch gefunden worden. Ursprünglich wurden die Toten um die Kirche herum beerdigt, das ist auf einer alten Karte von Knielingen deutlich sichtbar auch so gekennzeichnet. Wann es nun zur Verlagerung des Friedhofs von der Kirche weg zur Gottesackergasse hin kam, lässt sich bis jetzt nicht feststellen, ein möglicher Zeitpunkt ist der Wiederaufbau des Ortes nach der Zerstörung durch die französischen Truppen 1688.
Zu guter Letzt ist nun noch ein Stein aufgetaucht, der wenig beachtet seit 180 Jahren an dieser Stelle steht. Der linke Torpfosten am südlichen Haupteingang des derzeitigen Friedhofs mit der Inschrift „Eingang zur Ruhe“ muss von seinem Vorgänger stammen. „Das Schriftbild deutet insgesamt auf die 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts hin. Offenbar hat man 1841/42 - sei es aus Kostengründen oder Pietät - einen Teil des Eingangsportals des alten Friedhofs auf den neuen Friedhof umgesetzt. Die 1840er Jahren waren wirtschaftlich nicht gut, weshalb man sehr sparsam war.“ (Dr. Wenz).
Das letzte Grab auf dem alten Friedhof wurde laut Beerdigungsbuch 1842 am 11. Februar für den kleinen Wilhelm Kiefer angelegt:
„Im Jahr achtzehnhundert zwei und vierzig den
neunten Februar morgens 8 Uhr starb hier und wurde
den elften Februar morgens 8 Uhr begraben
Wilhelm


