Grüner Gockel

Mit einer "Umwelterklärung" hat sich die Pfarrgemeinde Knielingen 2010 selbst verpflichtet, ihren Teil beizutragen zur Bewahrung der Schöpfung. "Grüner Gockel" heißt das landeskirchliche Umweltprogramm, das Richtlinien gibt, wie Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit miteinander vereinbar sind. In regelmäßigen Abständen wird in externen und internen Audits geprüft, ob eine Gemeinde noch als "Grüne-Gockel-Gemeinde" zertifiziert ist.
Schöpfungsleitlinien
„Und Gott sah alles an, was er geschaffen hatte, und sah: Es war alles sehr gut.“ (Gen. 1,31)
Die im Zuge der zurückliegenden Umweltberichte (bzw. -erklärungen) festgelegten Schöpfungs- bzw. Umweltleitlinien behalten ihre Gültigkeit. Sie wurden ergänzt durch Aussagen zum von der Landeskirche inzwischen beschlossenen Klimaschutzgesetz. Diese Leitlinien wurden in der Sitzung des Ältestenkreis, am 22.01.2024 und ergänzend am 27.11.2024 einstimmig per Beschluss bestätigt. Sie gelten damit auch für die nächsten Jahre.
- Wir glauben, dass wir diese Erde und unser Leben dem Wirken Gottes verdanken. Dies verpflichtet uns als Christen zum Einsatz für den Erhalt seiner Schöpfung.
Die Pfarrgemeinde Knielingen betrachtet deshalb den Schutz des Klimas, der Natur und der Umwelt als eine wichtige Aufgabe. Im Rahmen unserer kirchlichen Arbeit verpflichten wir uns, zu einer stetigen Verbesserung des Umweltschutzes beizutragen und setzen uns dafür ein, dass dieser Ansatz von möglichst allen Gemeindegliedern getragen und unterstützt wird.
- Wir treffen Entscheidungen in Solidarität mit anderen Regionen der Einen Welt.
Nach dem Grundsatz „global denken – lokal handeln“ treffen wir Entscheidungen in Solidarität und nicht auf Kosten anderer Regionen und Menschen auf der Erde. Diese Verantwortung für unsere Mitwelt bedeutet Solidarität mit Menschen in anderen Teilen der Welt genauso wie Solidarität mit allem, was zur Schöpfung gehört: Boden, Luft, Wasser, Tiere und Pflanzen. Wir möchten damit einen kleinen, aber wichtigen Beitrag für den Weltfrieden und für die Gerechtigkeit aller Geschöpfe Gottes leisten.
- Wir achten darauf, wie sich unsere Entscheidungen auf künftige Generationen nachhaltig auswirken und fördern gesunde Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen.
Wir berücksichtigen die begrenzte Regenerationsfähigkeit der Ökosysteme. Wir tragen der Tatsache Rechnung, dass die Vorräte fossiler Brennstoffe nur noch für wenige Generationen reichen. Wir möchten Entscheidungen treffen, die nachhaltig sind, d.h. sie sollen sich nicht negativ auf das Leben künftiger Generationen auswirken.
- Wir verbinden Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit miteinander.
Wir gehen davon aus, dass in vielen Fällen ökologisches Handeln und Wirtschaftlichkeit miteinander vereinbar sind. So führen beispielsweise geringere Verbräuchen direkt zu geringeren Kosten. Wir sind jedoch nach Abwägung beider Gesichtspunkte auch bereit, Maßnahmen umzusetzen, die höhere Kosten verursachen, wenn der Gewinn in ökologischer Hinsicht dies rechtfertigt (z.B. Kauf von Naturstrom).
- Wir suchen bei unseren Vorhaben Wege, welche die Umwelt möglichst wenig belasten.
Wir vereinbaren ein Umweltprogramm und betreiben ein Umweltmanagement, für das Verantwortliche benannt werden. Wir erstellen regelmäßig unsere Ökobilanz. Wir überprüfen regelmäßig unsere Ergebnisse und aktualisieren das Umweltprogramm. Dabei halten wir die umweltrelevanten Gesetze ein. Wir informieren und beteiligen unsere Mitarbeitenden und Gemeindemitglieder.
- Wir behandeln Schöpfungsverantwortung und Umwelterziehung in der Verkündigung und in unseren Kreisen und Gruppen.
Wir machen Schöpfungsverantwortung und Umwelterziehung in der Verkündigung, in unseren kirchlichen Gruppen und Kreisen zum Thema und bieten den Verantwortlichen Zugang zu den Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Landeskirche. Wir informieren und beteiligen unsere Mitarbeiter und Gemeindemitglieder und tauschen unsere Erfahrungen mit anderen Stellen und Einrichtungen aus. Wir möchten ökologisches Handeln nach außen tragen und versuchen, als Vorbild für andere zu dienen.
- Wir bekennen uns zu den im Klimaschutzgesetz unserer Landeskirche festgelegten Zielen, Zwischenzielen und Maßnahmen.
Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass das große Ziel der Klima-Neutralität im Jahr 2040 erreicht wird. Wir setzen uns im Rahmen unserer Möglichkeiten dafür ein, dass auch die im Klimaschutzgesetz und den dazugehörigen Ausführungsbestimmungen vorgegebenen Zwischenziele erreicht werden.
- Wir fördern die Umsetzung dieser Leitlinien durch Einholen qualifizierter Beratung.
Wir wollen auch in Zukunft zertifizierte „Grüne-Gockel-Gemeinde“ bleiben. Deshalb nehmen wir die dafür notwendige Unterstützung durch die Landeskirche in Anspruch.
